Freitag, 12. Oktober 2007

Stau am Freitag

Heute regnet es wieder, weiss nicht, ob das mit der Sonne nicht doch nur ein Geruecht war...

Bin seit ca. halb neun im Buero, ich hatte doch tatsaechlich auf meinem unheimlich weiten Weg zur Arbeit einen Stau – verursacht durch die ca. 100000 pupils (die diesmal auf der Strasse unterwegs waren). Als ich dann schon zu ankam, erwartete mich der Rechner mit einem Mega-CAT-Update (ist es nicht schrecklich?!...), so dass ich dann ca. 10 vor 9 arbeitsfaehig war und die Einwahlnummer herausfinden konnte... Telko war schon rum, Pech gehabt... hab wohl nix verpasst...

Ansonsten bisher nix Spannendes passiert, beschaeftige mich seitdem mit der Aktualisierung des Blogs...
Morgen werd ich wohl nochmal einen ausgedehnteren Trip in die City machen und London mal auschecken... *freude*

Viele Gruesse aus Frimley,
Eure Nena

Admin und Einkaufen am Donnerstag

Chef hatte Stress und kaum Zeit fuer mich, so dass ich mich mit weiteren administrativen Taetigkeiten (und natuerlich Internetsurfen) beschaeftigen konnte, wie zum Besipiel die Erstattung der Mietkosten durch Herrn Sammetinger...
Nach mehreren Telefonaten mit Blacky und Willy von der Biene Maya hab ich es letzlich doch geschafft und nun ist das Ding mit der Schneckenpost auf dem Weg nach Paderborn und von dort aus nach Erlangen. Also, wenn jemand Fragen zur Abrechnung der Mietkosten (ueber SPE) hat, fragt mich, ich bin jetzt sowas wie eine Expertin... *gg*

Zum Lunch hatte ich mich mit einer englischen Studentin verabredet, die zur Zeit aber noch an einem alten Projekt von Herrn Lacher arbeitet. Waren ca 2 Stunden Mittagessen, war sehr lustig. Naechste Woche lerne ich noch andere Studenten hier kennen, die machen sowas Aehnliches wie wir, nur hier in UK.
Das Wetter war uebrigens super, man spricht hierin England von soetwas wie dem ersten Indian Summer, wollen wir hoffen, dass sie Recht behalten...

Abends noch einkaufen, der Obst- und Wasservorrat von Mama neigte sich dann doch langsam dem Ende zu...
Der Schotte Craig, der am Dienstag in einem weiteren Zimmer der WG einzieht, war kurz da und ich hab direkt mit ihm ausgemacht, dass er Internet fuer uns besorgt...
Ausserdem hab ich zum erstenmal Pete getroffen, der wohnt auch bei uns in einem Minimini-Zimmer, schlaeft dort aber nur ein- bis zweimal die Woche...
Insgesamt sind wir in dem Haus dann zu viert...

Warten aufs Laptop am Mittwoch

Ja, nachdem ich den Vormittag mehr oder weniger Loecher in die Luft gestarrt habe, konnte ich dann am Mittag mein heissersehntes Laptop entgegen nehmen und das Internet leersurfen...

Stefan hatte auch eigentlich nix fuer mich zu tun, so dass ich mich den ganzen Tag um die Einrichtung des Laptops kuemmern konnte... Eine grosse Herausforderung fuer mich war die Anmeldung fuer den Druckservice hier... aber auch das habe ich gemeistert...
Man startet einen Druckauftrag, geht dann zu einem der Printing-Hotspots, scannt dort seine Smartcard ein und kann daraufhin alle gespeicherten Druckauftraege aufrufen und entscheiden, welchen man nun tatsaechlich ausdrucken will... nicht so schwierig, aber mit diesem Besucherausweis nicht ganz einfach einzurichten...


Abends war ich dann noch mit meinem Twingi in der Werkstatt, die haben mal wieder einen diesen altbekannten Sensorfehler aus dem Speicher geloescht (immerhin musste ich nix bezahlen...) und jetzt faehrt er wieder wie ne eins... Muss aber demnaechst wohl nochmal hin um was am Auspuff flicken zu lassen, der ist im Moment naemlich ein bisschen sehr laut... Aber die sind echt super nett da und geben sich ganz viel Muehe, mir mit Haenden und Fuessen zu erklaeren, was an meinem Twingi jetzt kaputt ist...

Ausserdem hab ich noch versucht, irgendwo einen ikeaaehnlichen Laden aufzufinden, in dem ich zu einem angemessen Preis einen Spiegel und eine kleine Lampe finden kann... leider ohne Erfolg, bin weiterhin auf der Suche...

Dienstag in London

Am Dienstag hiess es dann direkt: mit Stefan nach London mit vielen Leuten sprechen und sich ein Bild ueber den Status der verschiedenen Projekte machen...

Morgens bin ich hier zu einem grossen Pendlerbahnhof gefahren (5 min. von zuhause) von dem man in ca. 35 min in London Waterloo ist...
Das Problem war folgendes: wir hatten uns erst fuer ca. 10:30h in London verabredet, so dass ich erst recht speaet auf diesem Parkplatz ankam... Es war nicht der Hauch eines Parkplatzes zu finden, so dass ich mich irgendwann den anderen Zuspaetkommern angepasst habe und meinen Twingi irgendwo in die Gegend geparkt habe... Den restlichen Tag habe ich also mehr oder weniger gezittert, ob mein Auto spaeter noch dasteht...
Das Ticket hin und zurueck inklusive DayTravelcard kostet ca. £20, auch nicht ganz guenstig...

Der Tag gestaltete sich aufgrund anhaltenden Schuettregens folgendermassen: Regenjacke an, durch die Pfuetzen zum naechsten Gebaeude huepfen, dabei aufpassen, dass neben einem nicht gerade ein Auto durch ein besonders tiefes Exemplar rast und sich, am Ziel angekommen, wieder aus diesen patschnassen Sachen schaelen... Sieht uebrigens sehr witzig aus, wenn das saemtliche Geschaftsleute dort machen... und so richtig haessliche pink-tuerkisene Regenjacken ueber ihren schicken Designeranzuegen tragen!
Als um ca. 17 Uhr alle Termine erledigt waren bin ich dann – wenn man schonmal da ist – noch ein bisschen die Oxford Street auf und abspaziert und dann irgendwann wieder nach Hause gefahren.

Auf dem Parkplatz angekommen, war ich erstmal erleichtert, meinen Twingi dort stehen zu sehen, doch schon von Weitem konnte ich den pinken Umschlag unter meinem Scheibenwischer sehen...
Darin verbarg sich ein Knoellechen in Hoehe von ! £60 (=85€)! Wenn man innerhalb von 14 Tagen zahlt erhaehlt man Rabatt in Hoehe von £30... die spinnen doch... Habe zunaechst ueberlegt auszuprobieren, ob sie es schaffen, dieses Knoellchen nach Deutschland zu schicken, mich dann aber doch dagegen entschieden und es am naechsten Tag brav bezahlt...

Erster Arbeitstag am Montag

Das Siemens Headquarter ist von meinem Haus nur ca. 4 km entfernt, so dass ich jeden Morgen ganz entspannt zur Arbeit fahren kann, ich muss bloss aufpassen, dass ich nicht eins der ca. 100000 kleinen Schulkinder ueberfahre, die zeitgleich auf dem Weg zur Schule sind...
Von allen anderen Richtungen aus gleicht es wohl einem absoluten Chaos hier morgens irgendwie anzukommen...
An der Rezeption bekam ich zuerst einmal einen Dauerbesucherausweis, da wir uns dagegen entschieden haben, meinen zu codieren und alle Daten aus Deutschland zu ueberschreiben... Hier geht wohl nur ganz oder gar nicht...

Zusammen mit meinem Chef Stefan Lacher stellten wir fest, dass die dafuer verantwortlichen Personen vergessen haben, mein Laptop fertig zu machen und es die letzten zwei Wochen einfach im Schrank rumstand. Daraufhin ist er erstmal aus der Hose gehuepft und es hiess warten auf das Laptop...
Er hat mir alles erklaert, die Niederlassung hier gezeigt, etc.
Er ist der Programme Director for Global Sourcing UK, hat auch erst vor ein paar Wochen mit dem Job angefangen und ich werde fuer ihn das Programm Office machen. Bisher hab ich noch nicht wirklich ne Vorstellung davon, was ich wirklich machen soll, aber ich denke mal, das kommt noch...

Der Standort hier ist nigelnagelneu, wurde erst am 14. September 2007 offiziell eroeffnet und wir Marc sagen wuerde: echt stylisch... J
Hier gibt es eine Kantine im Jamie Oliver Style, einen Coffee Shop der Werbung macht mir dem Spruch: „We proudly brew Starbucks Coffee“, einen kleinen Supermarkt und ein Fitnessstudio nur fuer die Mitarbeiter (umsonst, habe naechste Woche meinen Fitness-Check)

Abends habe ich mir dann nochmal ein anderes Zimmer mit eigenem Bad angesehen, das war aber so dreckig, mit seltsamen Mitbewohnern und nochmal £50 teurer, so dass ich beschlossen habe, erstmal in der WG zu bleiben...
War dann noch kurz in so einer Art Shoppingmall, in der ich mir ne SIM-Karte gekauft hab, mit der ich fuer nur 7p ins auslaendische Festnetz telefonieren kann (Nachteil: Zuhause kein Empfang dieses Netzes, so dass ich dann wohl doch noch eine O2-Karte besorgen werde!)
Ausserdem habe ich mir fuer £5 ein Telefon besorgt, so dass man mich jetzt wenigstens auf dem englischen Festnetz erreichen kann... (Nummer gibts auf Nachfrage)

Anreise am Sonntag

Hab mich so ca. gegen 8 Uhr mit meinem Twingi auf den Weg nach Calais gemacht. Irgendwo in Belgien meinte mein Navi dann, ich muesste die Autobahn verlassen und so stand ich 10 min. spaeter dann einsam und verlassen in dichtem Nebel irgendwo in der Naehe des Aermelkanals...
Naja, nach Interview eines belgischen Tankwaerters habe ich dann wieder zurueck auf die Autobahn gefunden – Grund fuer die Verwirrung des Navis war folgender: einige Auf- und Abfahrten waren gesperrt und Otto meinte man duerfe gar nicht mehr auf dieser Strasse fahren...

Kurz vor zwei war ich dann in Calais und habe sogar noch die fruehere Faehre erwischt, so dass ich dann schon um 14 Uhr ablegen konnte...
Die Faehrfahrt war gut, Wetter war schoen und man konnte draussen in der Sonne sitzen! Schlecht wurde mir auch nicht, danke Mama, bin ohne Reisetabletten ausgekommen...


Angekommen in Dover ging es los mit dem Linksverkehr: Zuerst mal nur Autobahn – bisschen komisch, aber trotzdem machbar... Spaeter, als ich durch die Stadt fahren musste wurde es doch noch ein bisschen kniffeliger, aber sowohl Twingi als auch ich sind heil angekommen...

Aber wo wir gerade beim Thema Twingi sind: er hatte anscheinend auf der Fahrt mal wieder ein Problem mit irgendeinem Sensor, der eigentlich die Woche zuvor ausgetauscht wurde... Bin also mehr oder weniger durch die Gegend geeiert und war heilfroh, als ich dann so gegen 17 Uhr in meiner WG angekommen bin und der Twingi sich ausruhen durfte...

Hier in England ist House-Sharing sehr verbreitet, also im Prinzip ne WG aber nicht nur mit jungen Leuten, weil hier die Wohnungen einfach so teuer sind (ich bezahle hier jetzt £500 (=720€) fuer ein kleines Zimmer mit Bett und Schrank und teile mir Bad [es gibt keine Dusche, nur die in England ueblichen zwei Wasserhaehne in der Badewanne, Duschkopf soll aber noch kommen], Kueche und Wohnzimmer mit den anderen Mitbewohnern)... Die Leute in meinem Haus sind super nett und geben sich viel Muehe mir bei allen moeglichen Dingen zu helfen... Internet gibt es hier zur Zeit nicht, aber das soll auch noch werden...
Zur Zeit wohnt eine Frau – Debbie – hier und die Familie, der das Haus gehoert... Die ziehen aber naechste Woche aus, weil der Sohn auf irgendeine bessere Schule soll und dann ziehen die anderen neuen Mitbewohner ein...

Yippiieeee...

Haha... Dank Marc hab es jetzt auch endlich geschafft, mich hier einzuloggen und die diversen Sperren zu umgehen... Danke schoen fuer den Tipp...

Nun endlich mal ein kleiner Bericht ueber die letzten 5 Tage...